Eine echte Grippe (Influenza) verläuft in der Regel deutlich schwerer als ein grippaler Infekt. Sie wird durch Influenza-Viren ausgelöst. Diese Viren verändern sich permanent und bilden neue Varianten, sodass der Grippe-Impfstoff jedes Jahr angepasst werden muss. Referenzlabore auf der ganzen Welt untersuchen kontinuierlich die zirkulierenden Influenzaviren. Die Weltgesundheitsorganisation WHO legt dann auf Grundlage dieser Daten die Zusammensetzung für den saisonalen Impfstoff fest.
Wer sollte sich impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung u.a. für folgende Personengruppen:
- alle Personen ab 60 Jahre,
- Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen,
- Personen mit einem eingeschränkten Immunsystem,
- Personen mit chronischen Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten,
- alle Schwangeren ab dem 2. Trimenon,
- Personen mit erhöhter Gefährdung (z.B. medizinisches Personal),
- Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr.
Ihren Höhepunkt erreicht die jährliche Influenzawelle zumeist nach dem Jahreswechsel. Der beste Zeitraum, um sich impfen zu lassen, liegt zwischen Oktober und Mitte Dezember. Zu lange warten sollte man allerdings nicht, denn nach der Impfung dauert es zehn bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist.
Hochdosis-Impfstoff für ältere Menschen
Da die Leistungsfähigkeit des Immunsystems mit zunehmendem Alter abnimmt, kann die Impfung bei älteren Menschen weniger wirksam sein als bei jüngeren. Deshalb wurden für diese höhere Altersgruppe Hochdosis-Impfstoffe entwickelt, die eine verbesserte Immunantwort bewirken sollen.
Die Ständige Impfkommission weist übrigens darauf hin, dass die Impfempfehlung für bestimmte Personengruppen nicht bedeutet, dass sie von einer Influenzaimpfung anderer Personen abrät. „Bei Bedarf sollte geklärt werden, ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Auch viele Arbeitgeber bieten ihren Angestellten die Influenzaimpfung an, um Grippeerkrankungen und dem damit verbundenen Arbeitsausfall vorzubeugen“, so die STIKO.
Weitere Informationen zur Grippeimpfung finden Sie hier.

