Allergien

Alle Jahre wieder: Die ersten Pollen fliegen schon

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Frau an Gewässer mit Mantel putzt sich die Nase
inesbazdar / Adobe Stock

Erkältung oder allergischer Schnupfen? Diese Frage müssen sich Pollenallergiker derzeit schon wieder stellen, denn die ersten Pollen fliegen bereits.

Betroffen sind vor allem der Südwesten Deutschlands sowie Nordrhein-Westfalen. Hier fliegen momentan vor allem Haselpollen. Und auch die Erle steht schon in den Startlöchern. In den nördlichen und östlichen Bundesländern können Allergiker noch durchatmen, da sich der Blühbeginn durch die langanhaltende kalte Witterung verzögert.

Saison beginnt bereits im Winter

Allergiker bemerken den Pollenflug in der Regel an juckenden Augen, einer laufenden Nase und häufigem Niesen. Diese Symptome wurden lange Zeit erst im Frühjahr beobachtet. Die klimatischen Veränderungen der letzten Jahre haben jedoch dazu geführt, dass sich die Blühzeiten zunehmend nach vorne verschieben. Vor allem Haselsträucher reagieren darauf und setzen ihre Pollen frei, sobald es wärmer wird. Bereits Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius reichen aus, um den Blühprozess in Gang zu setzen.  

Die Intensität von allergischen Symptomen ist sehr individuell und variiert von Mensch zu Mensch. Ein eindeutiger Zusammenhang besteht hingegen zwischen der Stärke der Symptome und der Anzahl der Pollen in der Luft. Die Pollenkonzentration wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Pollenquelle, die geografische Lage, die Pflanzenart und die lokalen Witterungsbedingungen. Darüber hinaus spielt auch der Allergengehalt in den Pollen eine große Rolle für das Ausmaß der Allergiesymptome. Das allergene Potenzial kann durch Luftschadstoffe wie Stickoxide oder Ozon verstärkt werden.

Diese Maßnahmen helfen

Betroffene sollten schon jetzt mit der Prävention beginnen, um schwere Symptome zu vermeiden. Bewährt hat sich die medikamentöse Therapie mit Antihistaminika, die die Beschwerden lindern. Ferner ist es vorteilhaft, die Haare vor dem Schlafengehen zu waschen und getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer aufzubewahren. Hausmittel wie Nasenspülungen reichen oft nicht aus, können aber unterstützend wirken. Leider ist es kaum möglich, den Pollen aus dem Weg zu gehen, da sie überall sind – auch in den Städten. Langfristig helfen kann eine Hyposensibilisierung, die allergologisch ausgebildete HNO-Ärztinnen und -Ärzte anbieten. Sie sind auch die ersten Ansprechpartner für Allergiker und können diese sachkundig beraten.