Mehrere Jahre haben Forschende der Hochschule Osnabrück, der Züchtungsinitiative Niederelbe, der TU München sowie der Charité an der Entwicklung besonders verträglicher Apfelsorten getüftelt. Herausgekommen sind die beiden Sorten ZIN 168 und ZIN 186, die jetzt unter dem Namen Pompur in den Supermärkten und online angeboten werden. Sie wurden mit dem ECARF-Siegel der Europäischen Stiftung für Allergieforschung ausgezeichnet.
Wie kommt es zu einer Apfelallergie?
Viele Apfelallergiker sind auch gegen Baumpollen wie Birke allergisch. Die in Birkenpollen und Äpfeln enthaltenen Proteine haben nämlich eine ähnliche Molekülstruktur, sodass das Immunsystem winzige Apfelbestandteile fälschlicherweise für eine allergieverursachende Substanz in Birkenpollen hält und mit allergischen Symptomen reagiert. Man spricht in diesem Fall von einer Kreuzallergie. Betroffene können mit einem Jucken und Brennen an den Lippen sowie im Mund- und Rachenraum reagieren. Die Symptome können bis hin zu einer geschwollenen Zunge, Übelkeit oder gar Atembeschwerden reichen.
Laut Hochschule Osnabrück ist es nicht möglich, vollständig allergenfreie Äpfel zu züchten. Die neuen Sorten sind aber für viele Allergiker gut verträglich, wie die Studien gezeigt haben. Dennoch sollten sich Betroffene vorsichtig an den Pompur-Apfel herantasten. Um zu prüfen, ob er Symptome auslöst, kann der aufgeschnittene Apfel vorsichtig an die Lippen gehalten werden. Bleibt das typische Kribbeln aus, kann das Obst in kleinen Stücken probiert werden. Wer unsicher ist, kann sich von einem HNO-Arzt oder einer HNO-Ärztin mit der Zusatzbezeichnung „Allergologie“ beraten lassen.

