Wartezimmer-Blog

GKV-Spargesetz: Patienten unterstützen Protestaktion

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Ärztin sitzt verzweifelt vor ihrem Sparschwein
Firma V / Adobe Stock

Die Bundesregierung plant massive Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Diese treffen Patienten und niedergelassene Ärzte gleichermaßen hart. Die bittere Folge: Die Anzahl der Termine wird sinken und die Wartezeiten werden länger.

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sollen im kommenden Jahr rund 16 Milliarden Euro im Gesundheitswesen eingespart werden –auf dem Rücken von Ärzten und Patienten. Die HNO-Heilkunde ist besonders stark von den Sparmaßnahmen betroffen. Die Praxen müssen im Bundesdurchschnitt mit Umsatzeinbußen von 10 bis 20 Prozent rechnen. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden die HNO-Ärztinnen und -Ärzte die offene Sprechstunde dann leider nicht mehr im bisherigen Umfang anbieten können, denn die Praxen arbeiten heute schon am Limit und bekommen schon jetzt nicht mehr alle Leistungen vergütet.

Darauf müssen sich Patientinnen und Patienten einstellen:

►  Reduzierung der Sprechstundenzeiten um rund 30 Prozent

►  Wegfall von ca. 3,3 Millionen ambulanten HNO-Behandlungsfällen pro Jahr

► längere Wartezeiten auf einen Termin für gesetzlich Versicherte

►  mehr Angebote für Privatpatienten und Selbstzahler

Die HNO-Ärztinnen und -Ärzte bedauern diese Entwicklung sehr, denn gerade in der Offenen Sprechstunde, deren Gelder massiv gekürzt werden sollen, konnte vielen Patienten schnell und niederschwellig geholfen werden. Denn manche gesundheitlichen Probleme wie plötzlicher Hörverlust, Entzündungen und Infektionen sowie starker Schwindel und Gleichgewichtsstörungen sollten nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Protest mit wenigen Klicks

Noch ist das GKV-Spargesetz nicht beschlossene Sache. Deshalb sind alle Patientinnen und Patienten herzlich dazu aufgerufen, sich an unserer Protestaktion zu beteiligen. Das geht ganz einfach:

Klicken Sie auf diesen Link. Dahinter verbirgt sich eine Webseite, über die Sie mit wenigen Klicks eine persönliche und vorformulierte E-Mail an ihren zuständigen Bundestagsabgeordneten schicken können, um Ihren Unmut zu äußern.

Die niedergelassenen HNO-Praxen sind auf Ihre Stimme angewiesen und bedanken sich für Ihr Engagement!